Untersuchung zur Umsetzung der Beratung gemäß § 8b Abs. 1 SGB VIII und § 4 Abs. 2 KKG in NRW

Ausgangssituation

Mit dem Bundeskinderschutzgesetz wurde der Anspruch auf Beratung durch eine Kinderschutzfachkraft im Rahmen einer Gefährdungseinschätzung für Berufsgeheimnisträger (z.B. Lehrkräfte, Ärzte/Ärztinnen) und weitere Personengruppen, die in beruflichem Kontakt mit Kindern und Jugendlichen stehen, eingeführt. Diese außerhalb der Jugendhilfe tätigen Personengruppen können ihren Anspruch gegenüber dem öffentlichenTräger der Jugendhilfe wirksam machen. Es stellt sich nun die Frage, wie die Beratung nach § 8b SGB VIII und § 4 KKG bisher in den Kommunen umgesetzt wird.

Zielsetzung des Projektes

Ziel des Forschungsprojektes ist es, einen Überblick über den Stand der Umsetzung in NRW zu geben, verschiedene Modelle darzustellen und Empfehlungen für die Praxis zu erarbeiten. Dabei soll sowohl die strukturelle und inhaltliche Umsetzung der Beratung aus Sicht der Kommunen und Kinderschutzfachkräfte als auch die Perspektive der Adressat(inn)en der Beratung untersucht werden. Hierbei liegt der Fokus auf den verschiedenen Adressatengruppen des Gesundheitswesens.

Methodisches Vorgehen

Zur Umsetzung des Vorhabens werden qualitative Methoden eingesetzt, da hier explorativ und beispielhaft vorgegangen wird. Es werden leitfadengestützte Interviews mit Fachkräften geführt, die für § 8b SGBVIII und § 4 KKG zuständig sind. Ergänzend werden vorliegende Konzepte, Vereinbarungen o.Ä. analysiert. Zum Einbezug der Adressat(inn)en der Beratung finden weitere Interviews mit ausgewählten Berufsgruppen statt.

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